Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die institutionelle Verstetigung bzw. nachhaltige Verankerung des Themenkomplexes "Interkulturelle Kompetenzen" in der Lehramtsausbildung.
Der Impulsvortrag von Professorin Dorit Bosse (Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Gymnasiale Oberstufe und Vorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung, Universität Kassel) thematisierte drei Kernfragen in Bezug auf die Veränderung der Lehramtsausbildung an den Universitäten:
- Welchen Beitrag können die Zentren für Lehrerbildung zur Verstetigung des Themas "Interkulturelle Kompetenzen" in der Lehramtsausbildung leisten?
- An welche Voraussetzungen ist institutionelle Verstetigung gebunden?
- Welche Besonderheiten ergeben sich im Falle der Lehrerbildung?
Im Anschluss daran nahmen die Netzwerk-Mitglieder an einem Workshop mit Dr. Silvie Klein-Franke (Certified Management Consultant, Innovations-, Wissens- und Ideenmanagement, Change & Diversity Management) teil. In dem Workshop ging es insbesondere darum, wie Veränderungsanliegen Rückhalt gewinnen, systematisch verstetigt werden können und welche phasen- und individuenspezifische Strategien erfolgsversprechend sind.
Inhaltliche Schwerpunkte des Workshops waren zudem die Systematik von Veränderungsprozessen, Organisationsdynamiken und Widerstände sowie bewusste, phasenspezifische Führung. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit zur Reflexion eigener Beispiele und Erfahrungsaustausch, zum Beispiel zu den Fragen:
- Wie können bestimmte Konzepte/Ideen an der Universität langfristig verstetigt werden?
- Welche (individuellen) Strategien gibt es, die den Akteurinnen und Akteuren in diesem Themenfeld die Kommunikation mit Hochschulleitungen und Hochschulverwaltungen erleichtern könnten?
Außerdem gab es kurze Simulationen, die emotionales Nachempfinden und Perspektivwechsel ermöglichten.